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Messen

Die richtigen Bestellmaße hängen vom Anlagenmodell und von der Befestigung ab. Fenstermaß, lichte Öffnung und Fertigmaß der Anlage sind nicht automatisch dasselbe. Klären Sie die passende Messanleitung, bevor Sie verbindliche Maße angeben.

1. Fenster und Befestigung bestimmen

Notieren Sie Fenstertyp, Öffnungsart und die gewünschte Montageposition. Fotos von Fenster, Glasleiste, Griff und möglichem Montagegrund helfen bei der Zuordnung. Prüfen Sie, ob Öffnen und Kippen weiterhin möglich sein müssen.

2. Maße zur Beratung aufnehmen

Messen Sie die vorgesehene Fläche an mehreren Stellen und notieren Sie alle Werte mit eindeutiger Einheit. Kennzeichnen Sie, zwischen welchen Punkten gemessen wurde. Verwenden Sie diese Aufnahme zunächst zur Planung; daraus ergeben sich noch keine freigegebenen Bestellmaße.

3. Bestellmaß gemeinsam festlegen

Für die konkrete Kombination benötigen Sie eine passende aktuelle Zeichnung oder Messanleitung. Sie muss zeigen:

  • die Bezugspunkte für Breite und Höhe,
  • ob lichte Maße oder Fertigmaße anzugeben sind,
  • notwendige Abzüge oder Überstände und wer sie berücksichtigt,
  • Hindernisse, erforderliche Abstände und zulässige Modellgrenzen.

Nehmen Sie einen Abzug nicht ein zweites Mal vor, wenn er bereits im bestätigten Bestellmaß enthalten ist.

Dachfenster und Sonderformen

Senden Sie bei Dachfenstern ein lesbares Foto des Typenschilds und der Einbausituation. Bei Sonderformen helfen eine bemaßte Skizze und Fotos. Zusätzliche Maße oder Schablonen können erforderlich sein; ihre Anforderungen werden vor der Bestellung geklärt.

Bestellmaße für Ihre Ausführung bestätigen

Die Messregeln unterscheiden sich je nach Modell, Stoff und Befestigung. Lassen Sie die passende Messanleitung und die daraus ermittelten Bestellmaße für Ihre Ausführung vor der Bestellung bestätigen.

Messanfrage mit Fotos vorbereiten · Montagevorbereitung · Serviceübersicht

Messregeln nach Montageart: Katalogseiten 93–96

Katalogbeleg, Referenzstand 2023: Die folgenden Angaben stammen aus dem bereitgestellten Technikkatalog. Die aktuelle Ausführung, Stoffzuordnung und Lieferbarkeit sind vor Bestellung zu bestätigen.

  • Rechteckige Flächen: Seite 93 (PDF-Seite 93) empfiehlt 0,5 cm Abzug bei Breite und Höhe. Die Rechteckskizze auf Seite 94 zeigt den selbst vorzunehmenden Abzug; die Sonderformskizzen verlangen dagegen lichte Maße ohne eigenen Abzug. Ein bereits enthaltenes Maß darf nicht nochmals abgezogen werden.
  • K1-Kunststofffensterträger: Seite 93 ordnet den Höhenabzug von 2 cm ausdrücklich verspannten Anlagen mit K1 zu. Bei freihängenden Anlagen ist die Bestellhöhe individuell festzulegen; oben ist dort 1 cm Abzug genannt. Das ist keine allgemeine Regel für alle Klemmträger.
  • Aufmontage: Seiten 95–96 (PDF-Seiten 95–96) verlangen den gewünschten, tatsächlich möglichen Überstand unter Beachtung der Beschläge. Es gibt dort keinen allgemeinen Zuschlag von 50 mm je Seite.
  • Sonderformen: Nach Seite 93 werden bei Montage in der Glasleiste lichte Maße übermittelt und Abzüge durch den Fertiger vorgenommen; bei Wandmontage Fertigmaße. Rahmenmontage verlangt Flügellichtmaße und Überstände. Eine bemaßte Skizze ist erforderlich.

Einbautiefe und Hinterlüftung nicht verwechseln

Seite 93 nennt für DUETTE® Stoffe einen x-Wert von mindestens 25 mm, für Modelle mit Kettenzug, Kurbel oder Elektromotor mindestens 28 mm. Zusätzlich nennt sie eine Mindestmontagetiefe von 18 mm für Schienensysteme; diese Größen sind nicht gleichzusetzen.

Als zusätzlichen Abstand zwischen Glas und Stoffpaket führt die Tabelle auf Seite 93 auf: bei Senkrechtfenstern mindestens 3 mm für blickdichte und 5 mm für abdunkelnde Stoffe, bei Dachflächenfenstern jeweils mindestens 10 mm, bei Plafondfenstern jeweils mindestens 100 mm. Für Plafondanlagen werden außerdem oben und unten je 50 mm Freiraum genannt. Spezialglas kann größere Abstände verlangen; Glashersteller-Vorgaben gehen vor.